Wohnungssuche und andere Unwägbarkeiten
Nein nein, es geht nicht um die Wohnungssuche selber, oder von Maklern die einem das blaue vom Himmel versprechen, eine neue Wohnung habe ich, aber darüber schreibt man erst, wenn der Mietvertrag unterschrieben ist. Hier geht es eher darum, etwas loszuwerden.
Richtig, was ist mit einem Nachmieter? Und was ist vor allem mit meiner Küche und dem eingebauten Laminat?
Zu den Merkwürdigkeiten in diesem Haus gehört es, das Mieter gerne von einer Etage in die andere ziehen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Im Prinzip sind alle Wohnungen gleich (schlecht) bzw. unterscheiden sich erheblich in der Ausstattung. Mein Lieblingsbeispiel ist ja immer die Geschichte mit dem Wasserhahn im Badezimmer (der Leser erinnert sich bestimmt) wobei ich letztens bei meinem Nachbarn im Badezimmer doch wirklich eine Mischbatterie entdeckte.

Egal, die schlimmste Wohnung nach meiner ist anscheinend die Dachgeschosswohnung, und nachdem der Al-Dschasira-Typ ausgezogen ist, wohnt da anscheinend ein Kumpel von ihm drin. Der Kumpel wiederrum zeigte Interesse an meiner Wohnung, warum auch nicht, andere Menschen sind bestimmt “schmerzfreier” als ich.
Besichtigungstermin gemacht, alles Bingo (anscheinend), war nur die Frage des Preises von Küche und Laminat. Ich verblieb da mal unverbindlich mit einem: “Wir werden uns schon einig”.
Zwei Wochen später treffe ich ihn vor dem Haus wieder. “Sag mal, was ist denn nun mit der Wohnung?”
Hier geht es zum Rest der Geschichte …
Ende der Blog-freien Zeit …
… habe ich mir zumindest vorgenommen. Viel passiert seit 30 Tagen (mal wieder) wobei mir dabei aufgefallen ist, das vieles einfach nicht mehr hier hergehört. Anscheinend sind für mich die Zeiten des Web 2.0 vorbei.
Es ist ja nicht so, das das Blog keine Zugriffszahlen hat, die sind ja ok, wenn ich dann aber lese, das (fremde) Menschen allein über die Suche nach Thorsten Schlösser hier 2300mal auf der Seite waren, da fällt mir dann auch nichts mehr zu ein. Feedback in Form von Kommentaren habe ich mir schon lange geklemmt, was gäbe es hier auch zu kommentieren?
Egal, für mich ist dieser Blog noch immer eine Möglichkeit, über Dinge zu schreiben die ich sonst runterschlucken müsste.
Ich warte …
… heute: Finanzamt.
Wer kennt es nicht, Einkommenssteuererklärung im Februar abgegeben, das Warten beginnt. Ich war ja so schlau (ob das so schlau war, wird sich noch rausstellen) zum einen die Erklärung über Elster online abzugeben, zum anderen (sicher ist sicher) habe ich das ganze dann nochmal in Papierform abgegeben.
Von Februar bis März sind es nun knapp 2 Monate, und man fragt sich, wie wohl der Stand der Bearbeitung ist. Früher konnte man wohl den größten Fehler machen, in dem man entweder beim Finanzamt angerufen hat, oder man ist dort selber hingegangen, was zur Folge hatte, das man in dem Bearbeitungsstapel automatisch wieder nach unten gerutscht ist (was für ein Aufwand, den Stapel einmal anzuheben, nur um den Antrag wieder nach unten zu legen).
Wenn ich von “früher” spreche, meine in das “nicht digitale” Zeitalter. Heute sollte das doch eigentlich möglich sein, kurzer Anruf – Blick in die Datenbank – Auskunft – Danke. Aber weit gefehlt, auf der Behördenseite steht:
Die Steuererklärungen werden grundsätzlich in der Reihenfolge des Erklärungseingangs bearbeitet. Je eher die Steuererklärung abgegeben wird, desto eher wird eine Steuererstattung auch zurückgezahlt.
Die Bearbeitungsdauer ist somit auch davon abhängig, wieviel Steuererklärungen zu einem Zeitpunkt abgegeben werden. Damit ist eine allgemeingültige Aussage, wie lange die Bearbeitung Ihrer Steuererklärung (noch) dauert auch nicht möglich.
Ah ja, ich verstehe …
Auch telefonische Rückfragen zum Bearbeitungsstand Ihrer Steuererklärung führen zu einer verlängerten Bearbeitungsdauer. Es wird daher darum gebeten, von Rückfragen abzusehen.
Bei solchen Aussagen kann ich mir ja ein Grinsen nicht verkneifen, die schaffen das anscheinend wirklich, auch Anträge in digitaler Form nach unten zu sortieren.
Dann lasse ich mal das Nachfragen, man kann ja nicht besser Geld sparen, als wenn die Kohle beim Finanzamt liegt.
Aber halt, was lese ich da?
Um Ihnen jedoch einen ungefähren Zeitpunkt nennen zu können, wann Sie Ihren Steuerbescheid erhalten werden, ist der aktuelle Bearbeitungsstand der bremischen Finanzämter in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:
Der Ansatz ist ja nicht schlecht:
ELSTER-Erklärungen 5. Kalenderwoche 2012
Erklärungen in Papierform:1. Kalenderwoche 2012
Ist klar, wir haben den 29. März – wer hatte bitte in der 1sten Kalenderwoche seine Unterlagen zusammen?
Auf den zweiten Blick …
Man steht vor einer Zeitungs-Collage in einer Größe von 5 x 4 Meter und fragt sich ernsthaft was das wohl soll.
Manches erkennt man erst auf den zweiten Blick, und siehe da, der Künstler hatte ziemlich versteckt auf einer Größe von 15 x 15 cm eine Botschaft für mich hinterlassen …

Auch Glück muss man ab und zu hinterfragen …
Weil sie mich auch Kaffee kochen lassen …
Knappe 4 Wochen im neuen Job, und es gefällt noch immer. Nachdem man mich aus der Testumgebung (das größte Problem war wohl Windows XP) entlassen hat, laufen die Tage wieder runder. Alles halb so wild.
Interessante Beobachtungen gab es auch, und zwar an mir selber. Es ist schon interessant, wenn man vorher 6 Jahre in einem Unternehmen war, danach sich 10 Monate Auszeit gegönnt hat, wie konditioniert man doch auf Kontrolle ist.
Was mich jeden Tag in der Firma (das hat mit Mafia jetzt nichts zu tun) aufs neue wundert, es steht niemand hinter einem und kontrolliert dich, keiner der aufspringt, wenn sich mehr als 2 Leute unterhalten, keiner der einen kontrolliert, wann man auf Toilette geht … Ich ertappe mich immer wieder selber bei dem Gedanken: “Ob ich wohl …” – ja ich kann.
Eine ganz neue Erfahrung, die das Arbeiten absolut angenehm macht. Es wird bestimmt einige wundern, aber arbeiten tun wir auch, von selber – wer hätte das gedacht. Ich gebe mir nochmal 2 Monate um diese Paranoia abzuschütteln.
Highlight der Woche? Klar, der Mann im eMobile. In einigen Städten kann man sich auch ein elektrisches Auto mieten. Prima Sache dachte sich der Mann, bis er dann in dem Auto saß. “Also ich habe den Zündschlüssel eingesteckt, alles leuchtet, aber der Wagen geht nicht an …” Da sitzt man dann am Telefon und fängt an zu überlegen was der Mann falsch gemacht hat. Tja, ich habe auch noch nie in so einem Teil gesessen. Also mal bei den Kollegen rumgefragt, so wirklich wusste keiner was der Mann falsch macht.
Ich glaube, eine Kollegin kam dann auf die zündende Idee, wobei in einem elektrischen Auto nichts zündet, und das war der springende Punkt.
“Stehen Sie vor einer Wand?” – Besser man fragt nach, wegen Rückwärtsgang und so. Nein, stand er nicht. “Dann geben Sie mal vorsichtig Gas … “, und siehe da, der Wagen rollte.
Wie jeder “vernünftige Mann”, hatte er erwartet das beim anlassen ja nun irgendwie ein Motorgeräusch erklingt, was bei einem elektrischen Auto etwas schwierig ist. Ich rief ihm nur noch hinterher: “Und denken Sie daran, die Fußgänger können Sie auch nicht hören …”
Ach, meine Tage sind so fröhlich geworden.
Die Amerikaner stehen schon am Rhein … (Teil 2)
Es ist wie immer, ich werde mit hanebüchenen (inzwischen eines meiner Lieblingswörter) Schreiben überhäuft. Die erste Reaktion auf die Geschichte mit der Heizung war ja eine Mieterhöhung, dann dieses Schreiben:

Wo bin ich hier nur gelandet? Womit habe ich das verdient? Inzwischen Frage ich mich, warum die Heizung überhaupt ein Ventil hat, wenn es ein einfacher Kippschalter auch tun würde.
Nun kam letztens ein Bekannter von mir auf die Frage, was den mit meinem Nachbarn wäre, der hat doch die gleichen Fenster.
Nun, zum einen hat er in seinem Wohnzimmer 2 Heizkörper, zum anderen wohnt er den ersten Winter in diesem Haus, und hat noch keine Nachzahlung von 500,00 Euro zahlen müssen.
Zu anderen, habe ich ja schon ein Bier mit ihm getrunken, was ich aber eingestellt habe, da unsere Vermieterin inzwischen bei ihm ein- und ausgeht. Letztens bekam ich ein Gespräch im Hausflur mit (Ja, ich bin inzwischen ein Türlauscher geworden), wo sie ihn gefragt hat, wie er sich den rasieren würde (also diese trocken / nass Geschichte). Das wird mir dann doch etwas zu schräg, meine Vermieterin ist inzwischen 109 oder so … ich mag mir das alles nicht ausmahlen … das ist gruselig, sind solche Geschichten nicht auch verboten?
Auf jeden Fall habe ich ihr jetzt den Klageweg empfohlen, da haben wir ja schon Erfahrungen, und die Mieterhöhung lehne ich kategorisch ab. Da soll sie mir mal entsprechende Wohnungen zeigen, damit das auch mit der “ortsüblichen” Miete klappt.
Das geht bestimmt noch lustig weiter, und ich vermute mal, das es mit meinem Auszug nicht erledigt sein wird.
Fortsetzung folgt …
Aus dem Bücherregal: Ausgebrannt
… von Andreas Eschbach. Von Andreas Eschbach habe ich fast alle Bücher gelesen, ich mag den Autor, er schreibt einfach runde Geschichten.
Bei “fast alles gelesen …” war ich mir auch nicht sicher, ob ich dieses Buch schon gelesen habe. Altersbedingt passiert es mir doch ab und zu, das ich ein Buch doppelt kaufe. Ich kannte es aber noch nicht.

Markus Westermann will es schaffen – in den USA, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und zwar nach ganz, ganz oben. Ein erster Anlauf scheitert, doch dann lernt er einen Mann kennen, der behauptet. Erdöl finden zu können, wo Fachleute nicht mal welches vermuten. Viel Öl. Öl für die nächsten tausend Jahre. Alles, was er braucht, ist jemand, der ihn managt – und da kommt Markus wie gerufen. Gemeinsam mischen sie die Weltwirtschaft auf. Die Erdölindustrie wittert Morgenluft. Milliardengewinne geraten in Reichweite. Was soll jetzt noch schief gehen?
Doch unter der Wüste Saudi-Arabiens, des größten Ölförderlands der Welt, bahnt sich ein geologisches Drama an. Eine Explosion im größten Ölhafen am Persischen Golf bringt zudem die Versorgung mit dem wichtigsten Rohstoff der Welt ins Stocken. Und als die USA militärisch eingreifen. um die Ölquellen zu schützen, geraten die Dinge außer Kontrolle …
838 Seiten / 4 Abende / durchgelesen. Das spricht doch absolut für dieses Buch.
Auf ein kurzes Wort …
Ich habe versucht, das Thema ACTA irgendwie zu verstehen. Irgendwie heißt dann auch, das ich es nicht wirklich verstanden habe, was aber wohl auch die Absicht derer ist, die dieses Papier ausarbeiten.
Ich habe natürlich das entsprechende Video gesehen, und mein erster Gedanke war: “Das wird dann der Tag sein, an dem ich das Internet verlasse”. Dann habe ich das “Erklärvideo” zu dem ersten Video gesehen, alles irgendwie halb so wild (anscheinend), aber verstanden habe ich das immer noch nicht. Selbst eine “Piratin” konnte mir die Thematik nicht wirklich erklären.
Da sitzt man dann vor dem Fernseher und sieht Menschen die gegen dieses Papier demonstrieren, finde ich im Prinzip gut, aber wissen die Leute worum es wirklich geht? Ich würde mal behaupten, das mindestens 50% der Leute genau so wenig einen Schimmer von der Sache haben wie ich.
Was mich wundert, Menschen demonstrieren gegen etwas, was noch gar nicht passiert ist. Auch richtig und wichtig, nur darf man einige Dinge am Wegesrand nicht aus den Augen verlieren. Warum geht keiner auf die Straße angesichts der Tatsache, das dieser Staat seine Bevölkerung unter einen “Generalverdacht” stellt. Keine Ahnung was ich meine? Dann zitiere ich hier einmal Heise vom 25.02.2012:
Im Jahr 2010 wurden mehr als 37 Millionen E-Mails und Datenverbindungen überprüft, weil darin bestimmte Schlagwörter wie "Bombe" vorkamen. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verfünffacht. 2009 waren 6,8 Millionen Internet- und sonstige Kommunikationen überprüft worden. Außerdem habe das Bundesamt für Verfassungsschutz in 16 Fällen (PDF) sogenannte IMSI-Catcher eingesetzt. Mit diesen Geräten lassen sich Handygespräche mithören und der Standort von Mobiltelefonen innerhalb einer Funkzelle bestimmen.
Das bedeutet, das alle E-Mails generell einem Verdacht unterliegen und damit gescannt werden. Von den ganzen E-Mails blieben dann noch 37 Millionen über …
Hier geht es zum Rest der Geschichte …

