Ach so funktioniert das …
Wir führen die Diskussion noch immer. Ein neuer Hund oder nicht. Ich eröffne schon Telefongespräche mit dem Satz: “Ist der Welpe schon da?”
Als Mann hat man argumentativ recht wenig Chancen sich gegen seinen Lebenspartner durchzusetzten, also muss man zu anderen Mitteln greifen.
Als erstes eignet sich sehr gut die eBay Kleinanzeigen Seite. Welpen mit Fotos. Wird aber auch alles quittiert mit einem “aber”.
Eine weitere Taktik sind Hundeshows im Fernsehen. Letztens haben wir einen ganzen Samstagabend damit verbracht Martin Rütters “Die grosse Hundeshow” anzusehen. Absolute Folter mit drittklassigen Prominenten – ich setzte auf einen Aha-Effekt … vergebens.
Bei Martin Rütters Sendung auf VOX kommen wir der Sache schon näher. Öfter sehe ich den Hasen dann aus dem Augenwinkel nicken und leise sagen: “Genau, so machen wir das auch”, reichen tut das aber auch noch nicht.
Dann ist auf einmal alles anders, und ich lese auf Twitter: “Au weia, das darf ich dem @Herr_Sch gar nicht erzählen… #Welpe”.
Was hat das zu bedeuten? Sitzt der Welpe schon im Auto?
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Irgendwann ist der Spaß dann auch vorbei …
… und man muss wieder arbeiten gehen. Eine sehr interessante Woche liegt hinter mir, war ich doch in der komfortablen Situation, aus gleich zwei Jobangeboten eines auszuwählen. Wie das Leben so spielt, entweder es passiert nichts, oder alles auf einmal.
Ich denke, auch wenn es manche letztlich verwundern wird wer das Rennen gemacht hat, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Vor manchen Karren lässt man sich einfach nicht mehr spannen.
Ein bisschen Zeit habe ich ja noch, bis es losgeht, von daher kann ich nächste Woche mal ein paar Impressionen der Arbeitssuche hier reinschreiben, sind schon lustige Dinge passiert, zumindest teilweise.
Einer seiner besten Freunde …
Eigentlich wollte ich ja etwas über die derzeitige Staffel des Dschungelcamps schreiben, aber ehrlich gesagt, diese Sendung, die zugegeben früher mal witzig war, ist heute so bescheiden geworden, das lohnt sich wirklich nicht.
Nutze ich doch die Zeit, um mal einen meiner besten Freude hier im Blog vorzustellen. Angeschleppt hat diesen Herren vor Jahren mal Herr Lübke, und seltsamerweise hat er nicht mal einen Namen (keine Ahnung warum).

Bin ich mit dem Bären unterwegs (also in der Reisetasche, im Auto, beim Hasen, nicht auf der Straße, ich bin ja nicht völlig gaga …) dient er meistens als Meinungsverstärker. Durch sein rabiates doch recht rustikales Aussehen, konnten wir uns schon diverse Male gegen den Hasen durchsetzen.
Da ich unter der Woche meistens “Heimschläfer” bin, hat der Bär aber auch noch eine andere Funktion, die in meinem Bett dann so aussieht:

Klar, was der Leser jetzt denkt, passt ja auch zu dem Bild, was ich letzten Sommer auf St. Pauli gemacht habe:

Leider muss ich den werten Leser an dieser Stelle aber enttäuschen, denn in Wirklichkeit hat diese Stellung natürlich einen anderen, einen sinnvollen Aspekt:
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Januar 2012
Es ist zum verzweifeln. Entweder ich will raus, dann ist das Wetter schlecht, oder das Wetter ist gut, und ich will nicht raus.
Der Januar ist prädestiniert dafür, sich auszutesten, an welchem Punkt man durchdreht. Letzen Sonntag dann doch Sonnenschein und es bot sich einfach an, den tonnenschweren Kopf mit Landluft zu beruhigen.
Immer wieder nett, ein paar Bilder auf dem Ponyhof zu machen, die beiden Herren (Damen und Herren stehen da getrennt) waren unmittelbar von meiner Kamera begeistert, ich mal wieder von dieser schneidigen Frisur.
Fast 2 Stunden angenehme Kälte um die Nase, das habe ich gebraucht, und wie sich das gehört, danach kaffeesieren mit dem Hasen im angrenzenden Weinlokal bei Marzipantorte und Milchkaffee (vor 10 Jahren wäre das mit Sicherheit Bier gewesen – ohne Torte).
Immerhin habe ich somit auch die ersten Bilder 2012 im Kasten. Eine kleine Serie von Island-Ponys (wer denkt, Pferde zu fotografieren ist einfach, irrt sich gewaltig. Pferde haben für meinen Geschmack ein zu großes Interesse an der Technik), eine kleine Serie von einem Güterwaggon auf einem Abstellgleis und ein paar Landschaftsaufnahmen.
Ich hätte gerne mehr von diesen Tagen.
Von Engeln und Uhren …
Ich habe an die 1000 Fotos aus Paris im Sommer mitgebracht. Neben meiner Vorliebe für Friedhöfe, sind Kirchen eine gute Lokation für Fotos.
Letztens gucke ich mal wieder die Bilder durch, versuche, viel zu schnell vergangene Zeit zurückzuholen, da fällt mir dieses Bild in die Hände:
Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois auf dem Place du Louvre. Ich finde dieses Bild toll, obwohl ich bestimmt 20 Aufnahmen brauchte, um diesen Engel ins Bild zu bekommen, der auf diese Uhr guckt, richtiger Winkel und so etwas. Aber darum geht es nicht.
Kennt der Leser solche Situationen, man sieht irgend etwas, und denkt sich, da war ich schon mal, das habe ich schon mal irgendwo gesehen? Das Bild gehört definitiv mir, das ist es nicht. Ich könnte trotzdem schwören, das es zu einem Buch oder einem Film gehört.
Letztens mit einer Bekannten darüber geredet (ich kann ja auch nerven wenn mir etwas nicht aus dem Kopf geht) und wir waren uns beide sicher, irgend etwas mit Dan Brown. Sakrileg? Film? Buch?
Keine Ahnung, ich habe alle Titel von Dan Brown in meinem Regal durchgesehen … nichts.
Der Herr S. aus R. bei N. kann mir da bestimmt weiterhelfen, damit ich wieder ruhig schlafen kann …
Serientipp: Breaking Bad
Das Wetter schreit ja förmlich nach Serien gucken. Was tun, wenn man aber keine neuen Staffeln zur Hand hat? Richtig, man greift auf Empfehlungen von Freunden zurück, und wer mich näher kennt, weiß wie schwer ich mich damit tue.
Breaking Bad wurde mir schon vor einem Jahr ans Herz gelegt, also habe ich der Staffel eine Chance gegeben. Worum geht es?

Breaking Bad handelt von dem unscheinbaren Highschool-Chemielehrer Walter White aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico, der nur mit Mühe seine schwangere Frau Skyler und seinen körperlich behinderten Sohn Walter Junior versorgen kann. Als bei ihm eine Lungenkrebserkrankung festgestellt wird, beginnt Walter, mit Hilfe seines ehemaligen Schülers Jesse Pinkman das Rauschmittel Meth herzustellen, damit die Familie nach seinem Tod finanziell abgesichert ist. Damit begibt sich Walter in die gefährliche Welt von Drogengeschäften und organisierter Kriminalität, was eine Fülle von Problemen nach sich zieht. Die Situation verkompliziert sich dadurch, dass Hank, der Ehemann von Skylers Schwester Marie, als Ermittler für die Drogenbekämpfungsbehörde DEA arbeitet.
Was mich zum einen an der Serie begeistert, ist der absolut schwarze Humor. Es gibt Stellen in den Staffel da kann ich mich kaum vor lachen halten. Es ist z.B. ziemlich bescheuert, eine Leiche mit Säure in einer Badewanne aufzulösen, wenn die Säure selber die Badewanne auflöst. Was für eine Sauerei. Zum anderen ärgere ich mich doch immer wieder, das ich im Chemieunterricht nicht besser ausgepasst habe. Ein Wohnmobil ließe sich ja noch besorgen.
Wer mit Drogen und dem was die da an illegalen Sachen machen kein Problem hat, sollte sich die Serie angucken.
Lieblingsszene? Ohne etwas zu verraten: Als die beiden Auftragskiller auf dem Bett von Walter sitzen (die beiden Herren sind vom Fach und wollen Walter mit einer silbernen Axt zerlegen), während Walter unter der Dusche ist. Übrigens bedeutet “Pollos” wohl so etwas wie Hähnchen, was die Killer dann doch davon abhält ihr Vorhaben umzusetzen.
Bei Chemieunterricht fällt mir die Geschichte mit dem Fachabitur ein. Ich könnte nicht mal sagen, das es eine 5 war, es war (da hatte man sich dann drauf geeinigt) ein n/a, was soviel heißt wie nie dagewesen. Wie kann man auch eine Chemiedoppelstunde auf 8 Uhr morgens legen. Heute bereue ich diesen Umstand zutiefst.
Die Welt hat Zeit – ich auch …
Was für ein Monat. Wenn man mich nach der Hall of Fame der Monate fragen würde, der Januar wäre definitiv nicht dabei.
Es ist ja nicht so, das ich mich aufrege, das im Januar Steuern und Versicherungen traditionell fällig sind, da bin ich ja Fuchs, und habe den ganzen Kram schon im Dezember bezahlt, es ist eher das Wetter und die Dunkelheit die mir auf den Geist geht.
Fotos? Fehlanzeige. Draußen ist derzeit nichts möglich, drinnen bzw. im Fotostudio erst am 21 – muss eben alles bis dahin warten. Aus lauter Verzweiflung arbeite ich schon diverse Photoshop Tutorials durch.
Welpe? Fehlanzeige. Freitag mit einem Bekannten im Pub gesessen, und wir waren uns eigentlich einig, das es jetzt Zeit wäre für einen neuen Hund, bzw. für ihn und seiner Frau einen Hund. So nach dem 3ten Bier wird man sich ja immer sicherer, und beim 4ten Bier wächst dann auch das Vorhaben, den Hasen vor vollendete Tatsachen zu stellen (“Hier, mein neuer Kumpel”).
Nüchtern betrachtet sieht das dann natürlich anders aus, das fängt ja schon beim Wetter an. Mir ist es ein Rätsel, wie ich die letzten 12 Jahre bei jedem Wetter mit Herrn Moritz rausgegangen bin. Wer will bitte bei diesem Wetter mit einem Welpen alle 2 Stunden vor die Tür gehen? Naja, und dann die Argumentationen vom Hasen kann ich auch nicht vom Tisch wischen (ich bin ja nüchtern), und vielleicht wäre es wirklich schlauer, erst eine geeignete Wohnung zu finden, und dann im Mai sich umzusehen. Die anderen Argumente gehören hier nicht her, wir hatten das ja schon mal, ich nicke dann immer nur stumm …
Brüssel? Fehlanzeige. Also bei diesem Wetter wirklich nicht. Ich muss nicht von einem Regen in den anderen fahren.
Fotoblog? Fehlanzeige. Absolut geistiger Stillstand. Da werde ich mich wohl eher die nächsten Tage ran setzen, das könnte ich zur Not auch noch vom Bett aus machen.
Wie man sieht, es passiert nicht wirklich etwas. Ich lege mich wieder hin, vielleicht stehe ich auch erst im März wieder auf … vielleicht.
Angekommen in 2012
Also wenn das Jahr 2012 so harmonisch wird wie unser Silvester – alles wird gut. Natürlich gab es auch kurz Streit, aber nur kurz. Ich wollte den Silvesterstadl sehen (zumindest den Teil, wo die AMIGOS auftreten), der Hase natürlich nicht. Als Entschädigung wurde dann später mit mir zu den Flippers getanzt. Geht doch.
Was gab es zu essen? Raclette. Eine Geschichte, wo ich immer Angst habe nicht satt zu werden, was dann natürlich nicht passiert ist. Getränke? Bier, und das anscheinend in einer Menge, das wir uns am nächsten Tag fragten ob nicht Nachbarn vorbeigekommen sind. Wir haben gefragt, ist keiner vorbeigekommen. Wir haben uns kollektiv geschämt.
Überhaupt, wussten Sie, das der Hase den Film “The Wall” ca. 37 Mal gesehen hat, ich aber kein einziges Mal? Seltsamer Weise sind wir beide aber recht textsicher in der Geschichte, die Nachbarn müssen gedacht haben, wir spielen Sing Star oder so etwas. Immerhin habe ich dann noch um 22:58 Uhr den Film bei Amazon bestellt, ich will ja nicht dumm sterben.
Bleibt noch die Geschichte mit einem neuen Welpen. Also ich würde mal sagen, so nach den Diskussionen steht die Chance bei 70% das wieder ein Hund bei uns mir einzieht. Die fehlenden 30% kommen wohl dadurch zustande, das ich mich irgendwie besser benehmen soll, ich habe da nicht so genau zugehört. Also wenn das alles so weiter läuft, habe ich mal Mai auf den Kalender geschrieben, hier müssen doch mal wieder ein paar vernünftige Geschichten her.

